Markt / Agrarpolitische News
Milchbauern haben Vertrauen in die Zukunft
„Angebot und Nachfrage wachsen auf dem Binnen- und Weltmarkt bei Milch“, betonte Milchpräsident Udo Folgart anlässlich des Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes (DBV) im März. Das sei ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit der deutschen Milchbauern sowie der deutschen Molkereiwirtschaft und spreche für die Qualität der deutschen Milchprodukte.
Es sei erfreulich, wie die deutsche Molkereiwirtschaft hochwertige Produkte zunehmend auch außerhalb des EU-Binnenmarktes erfolgreich platziere. Im Zuge einer erfolgreichen Strukturanpassung im Molkereibereich erwarten die Milcherzeuger eine langfristig bessere Preisentwicklung. Die extrem gesunkenen Lagerbestände an Butter und Magermilchpulver belegen die feste Grundtendenz im Markt.
FAO und OECD sehen den globalen Milchmarkt als einen der stärksten Wachstumsmärkte schlechthin, betonte Folgart. Aufgrund des Wachstums der Weltbevölkerung und eines Anstiegs des weltweiten Pro-Kopf-Verbrauchs an Milch prognostiziert z. B. das IFCN Dairy Research Center einen zusätzlichen Nachfrageanstieg in gut zehn Jahren von ungefähr dem Sechsfachen der derzeitigen deutschen Milcherzeugung. „Die Prognose für die Agrarmärkte sieht grundsätzlich positiv aus“, bilanzierte Folgart.
Raps macht sich in der EU rar
Oil World hat bislang schon auf die wohl sehr enge EU-Rapsversorgung 2012/13 hingewiesen. Der Importbedarf wird bei der niedrigeren Ernteerwartung noch größer. Die Auswahl der Herkünfte ist jedoch begrenzt. Die Liefermöglichkeiten aus der Ukraine sind klein, weil dort Raps auf 40 Prozent der Fläche ausgewintert sein soll. Um das Exportangebot, das ab Herbst 2012 aus Kanada zu erwarten ist, und Lieferungen aus Australien ab Anfang 2013, konkurrieren zahlreiche Abnehmer am Weltmarkt.
CNH wächst kräftig
Besonders erfreulich liefen in den ersten drei Monaten 2012 die Geschäfte mit Landtechnik in Nordamerika, betont CNH. In Europa florierte der Markt sowohl für Traktoren als auch für Erntemaschinen. Zum CNH-Konzern gehören die Agrartechnikmarken Case IH, Steyr und New Holland
Wintergetreide im Südwesten geschädigt
Auswinterungsschäden überraschen in Brandenburg
Vor allem die Schäden im Winterweizen haben die Landwirte überrascht. Dabei hat es insbesondere die früh gesäten Bestände getroffen, die vor dem Wintereinbruch bereits besonders weit entwickelt waren. „Das Mehr an Weizen, was im Herbst in Brandenburg ausgesät wurde, ist damit wieder eingebüßt“, heißt es in dieser Woche beim Landesbauernverband. Regional sind die südlichen und östlichen Landesteile Brandenburgs stärker betroffen als der Norden und der Westen.
Als Alternative zu den umgebrochenen Kulturen wird in Brandenburg wohl überwiegend der Mais zum Zuge kommen. Landwirte, die weder Vieh zu füttern noch einen Absatz für Silomais in Biogasanlagen haben, greifen vermehrt zu späten Sorten, die als Körnermais gedroschen werden können. Die weit in den Herbst hineinreichende, warme und sonnige Witterung der vergangenen Jahre hat Körnermais auch in Brandenburg profitabel gemacht.
Sommergerste, Sommerweizen, Hafer oder Sommerraps werden wohl nur bedingt auf den umgebrochenen Flächen ausgesät. Denn erstens sind die Saatbedingungen derzeit auf Grund von Nässe schlecht. Außerdem fehlt es - wie auch in anderen Teilen Deutschlands - an Saatgut.




Roto Pflug